Ätherische Öle sind flüssige Bestandteile duftender Pflanzen, die mittels Wasser- oder Wasserdampfdestillation bzw. Extraktion aus Pflanzenmaterial gewonnen werden. Diese Bestandteile oder auch winzige Öltröpfchen sind in den verschiedenen Pflanzenteilen eingelagert, wie z.B. in den Blüten, Blättern, Wurzeln, Früchten oder im Holz.

Fette Pflanzenöle enthalten wertvolle Inhaltsstoffe wie ungesättigte Fettsäuren und werden durch Kaltpressung oder Extraktion gewonnen. Enthalten sind fette Pflanzenöle in Samen und Nüssen gewonnen. Sie werden unterschieden in Basisöle, wie z.B. Jojobaöl oder Mandelöl und Wirkstofföle. Wirkstofföle sind u.a. das Wildrosenöl, Nachtkerzensamenöl oder Sanddornfruchtfleischöl. Wirkstofföle sind aufgrund ihrer Herstellung teuer und werden deshalb nur in geringer Menge in Kosmetikprodukten verwendet. Die meisten fetten Öle sind nicht nur für die äußerliche Anwendung geeignet sondern können auch eingenommen werden. Aufgrund der essentiellen Fettsäuren, welche sie enthalten, leisten fette Pflanzenöle einen großen Beitrag für unsere Gesundheit (positive Auswirkung auf Herz- und Kreislauffunktionen, Stärkung des Immunsystems etc.).

Hydrolate sind ein Nebenprodukt des Destillierens. Sie enthalten die wasserlöslichen Stoffe der Pflanzen sowie eine Spur der ätherischen Öle und sind eine sanfte Alternative zu den ätherischen Ölen.

Generell gilt für die Anwendung von ätherischen Ölen das Motto „Weniger ist Mehr“, da es sich um hochkonzentrierte Stoffe handelt, die vorsichtig anzuwenden sind. Die Dosierung ist abhängig ob die Mischung an Erwachsenen oder Kindern und älteren Personen angewandt wird. Beim Auftragen auf die Haut, sollte die Dosierung max. 3% betragen. Das entspricht 60 Tropfen ätherische Öle auf 100 ml fettes Öl. Bei Kindern und älteren Personen sollte die Dosierung nicht höher als 1,5% sein.

Es gibt eine Vielzahl an Anwendungsmöglichkeiten für ätherische Öle, wie z.B. in der Duftlampe oder im Diffuser, als Aromabad oder –dusche sowie als Ölkompresse. Sie können auch auf die Haut aufgetragen werden, indem sie mit einem fetten Öl vermischt werden. Die optimale Anwendungsmöglichkeit bespreche ich gerne mit Ihnen im Rahmen der Beratung.

Die Duftkompositionen enthält 5ml 100% naturreines ätherisches Öl. Der Verbrauch ist stark abhängig davon wie oft die Duftmischung verwendet wird. Aufgrund der eingeschränkten Haltbarkeit sollte sie jedoch innerhalb von 6 Monaten aufgebraucht werden.

Wichtig bei dem Kauf von ätherischen Ölen ist, dass es sich um 100% naturreine ätherische Öle handeln. Diese Bezeichnung sollte auch am Etikett angegeben sein. Wird das ätherische Öl als naturident oder Parfumöl bezeichnet, handelt es sich um Öle die synthetische Duftstoffe enthalten bzw. synthetisch hergestellt werden. Diese sind nicht für die Aromatherapie geeignet. Des Weiteren sollten folgende Angaben am Etikett enthalten sein:

  • Name der Pflanze inkl. Chemotyp wenn vorhanden Botanische Bezeichnung der Pflanze
  • Pflanzenteil  Gewinnungsart
  • Herkunft
  • Angaben zum Lieferant
  • Chargennummer
  • Mindesthaltbarkeit
  • Hinweis, dass das Öl für die Aromapflege verwendet werden kann

Ätherische Öle werden über die Haut oder über die Nase aufgenommen.

Die Duftmoleküle gelangen über die Nase zu den Riechzellen. Diese befinden sich auf der Riechschleimhaut im oberen Teil der Nase. Sie sind Ausstülpungen der Gehirnzellen und können nach dem Absterben wieder nachgebildet werden. Die Riechzellen senden die Duftinformation über Rezeptoren zu den beiden Riechkolben. Von dort gelangen die Duftmoleküle direkt ins limbische System, in dem alle Düfte und Dufterinnerungen gespeichert und damit verbundene Gefühle ausgelöst.

Ätherische Öle werden bei Zimmertemperatur und in dunklen Fläschchen gelagert. Sie sollen keinen Temperaturschwankungen ausgesetzt werden. Die Fläschchen sind immer gut zu verschließen, damit sie nicht frühzeitig oxidieren. Fette Öle sind in dunklen Flaschen verschlossen und kühl zu lagern.

Ätherische Öle lassen sich sehr gut an Menschen jeglichen Alters anwenden. Dies inkludiert auch Schwangere, Babys, Kleinkinder und ältere Personen. Bei diesen Personen ist jedoch ein sehr vorsichtiger Umgang mit den Essenzen der Natur geboten.

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