Bei uns geht’s gerade wieder los. Schon vor den Sommerferien gab’s im Kindergarten und in der Schule Läuse. Über den Sommer war kurz Ruhe, und seit Schulbeginn hängt schon wieder der Zettel an der Tür.

Kennst du das auch? Sobald so ein Zettel auftaucht, juckt’s dich beim Lesen schon am Kopf. Und du fragst dich: Kann ich irgendwas tun, damit die Läuse gar nicht erst bei uns landen?

Ja, das kannst du. Ätherische Öle sind keine Garantie, aber sie können Läuse abschrecken und die Wahrscheinlichkeit deutlich senken, dass sich die kleinen Krabbler am Kopf deines Kindes niederlassen. In diesem Artikel erfährst du, warum bestimmte Öle Läuse vertreiben, wann und wie du sie vorbeugend anwendest und welche fertigen Produkte ich dir empfehle.

Läuse vorbeugen mit ätherischen Ölen: Warum funktioniert das?

Kopfläuse können weder springen noch fliegen. Sie wandern von Kopf zu Kopf, meistens dann, wenn Kinder die Köpfe zusammenstecken. Ob ein Kopf „passt“, erkennt die Laus vor allem über ihren Geruchssinn.

Genau da setzen ätherische Öle an. Bestimmte Inhaltsstoffe, wie Citral, Citronellal, Geraniol, Linalool oder Eugenol, haben einen sehr intensiven Duft. Für uns riecht das frisch und angenehm, für Läuse ist es abschreckend. Der Duft überdeckt den Eigengeruch der Kopfhaut und die Laus sucht sich lieber einen anderen Wirt.

Wichtig: Das ist eine Abschreckung, kein Schutzschild. Ätherische Öle verflüchtigen sich. Deshalb wirken sie nur, solange der Duft am Haar ist, und müssen regelmäßig erneuert werden.

Übrigens: Läuse haben nichts mit fehlender Hygiene zu tun. Sie fühlen sich auf frisch gewaschenen Köpfen genauso wohl. Du musst dich also nicht schämen, wenn’s dein Kind erwischt.

Welche ätherischen Öle schrecken Läuse ab?

Diese ätherischen Öle werden besonders häufig zur Läuseabwehr eingesetzt:

  • Lavendel fein (Lavandula angustifolia) 
  • Teebaum (Melaleuca alternifolia) – ab 3 Jahren, nur frisches Öl verwenden, sonst kann es die Haut reizen
  • Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
  • Zitronella (Cymbopogon nardus, Cymbopogon winterianus)
  • Lemongrass (Cymbopogon flexuosus)
  • Zitroneneukalyptus (Eucalyptus citriodora) 
  • Patchouli (Pogostemon cablin)
  • Gewürznelke (Syzygium aromaticum) 

Dazu kommt ein natives Pflanzenöl, das du kennen solltest: Neemöl (Azadirachta indica). Es wird im Ayurveda seit langem als Insektenschutz verwendet. Neemöl hat einen sehr intensiven Duft, der nicht jedermanns Sache ist, und wird mit anderen Pflanzenölen gemischt.

Ich kombiniere gern mehrere Öle. Sie ergänzen sich und der Duft wird angenehmer. Achte bei Kindern immer auf die Altersangaben und die Dosierung. Welche Öle ab welchem Alter passen, liest du in meinem Artikel Ätherische Öle für Kinder nach Alter, wie viele Tropfen in welchem Alter, in Ätherische Öle bei Baby und Kleinkind richtig dosieren.

Wann und wie wendest du die Öle vorbeugend an?

Wann? Spätestens dann, wenn im Kindergarten oder in der Schule Läusealarm ist. Typische Läusezeiten sind die Wochen nach den Ferien, wenn viele Kinder wieder zusammenkommen. Wenn bei euch, so wie bei uns gerade, ständig wieder Läuse auftauchen, lohnt es sich, die ganze Zeit über dranzubleiben.

Wie? Damit die Abschreckung funktioniert, muss der Duft am Kopf sein, wenn dein Kind mit anderen Kindern zusammen ist. So baust du es ganz einfach in euren Alltag ein:

  1. Beim Haarewaschen: In der Läusezeit ein Shampoo mit läuseabschreckenden ätherischen Ölen verwenden.
  2. In der Früh vor Kindergarten oder Schule: Haare mit einem Läusespray einsprühen, vor allem am Haaransatz, hinter den Ohren und im Nacken. Dort sitzen Läuse am liebsten.
  3. Untertags erneuern: Ätherische Öle verfliegen. Bei akutem Alarm 2–3x täglich nachsprühen, zum Beispiel nach dem Mittagsschlaf oder vor dem Nachmittag.
  4. Mütze, Kappe, Kissen: Auch Textilien, mit denen der Kopf in Kontakt kommt, kannst du einsprühen.
  5. Lange Haare zusammenbinden: Ein Zopf oder Dutt macht es Läusen schwerer, überzuwandern.

Das Spray kommt nur auf die Haare, nicht ins Gesicht. Halte es von Augen und Nase fern. 

Fertige Produkte gegen Läuse: Meine Empfehlung

Du möchtest nicht selbst mischen, sondern lieber ein fertiges Produkt griffbereit haben? Dann empfehle ich dir diese beiden Produkte von feeling*. Beide sind 100 % natürlich, enthalten naturreine ätherische Öle und Neemöl und sind laut feeling ab dem Kindergartenalter geeignet.

Lausfrei Haarshampoo

Das Lausfrei Haarshampoo* ist ein mildes Shampoo, das du in der Läusezeit ganz normal zum Haarewaschen verwendest. Es enthält Zitroneneukalyptus, Teebaum, Zitronella, Lemongrass, Rosengeranie und Patchouli sowie natives Neemöl. 

Anwendung: regelmäßig vorbeugend, besonders wenn in Kindergarten oder Schule Läusealarm herrscht.

Laus adé Kopfspray

Das Laus adé Kopfspray* ist die perfekte Ergänzung zum Shampoo. Es enthält Neemöl und eine Mischung aus Lavendel, Eukalyptus, Zitrone, Rosengeranie, Ackerminze, Zitroneneukalyptus, Teebaum und Nelke.

Anwendung: Bei Läusealarm die Haare 2–3x täglich einsprühen. Auch Kissen, Bettdecke, Kuscheltiere oder Mützen kannst du damit vorbeugend behandeln.

Mein Tipp: Shampoo und Spray kombinieren. Das Shampoo legt beim Waschen eine Duftbasis, das Spray frischt den Schutz untertags auf.

Was ätherische Öle nicht können und was zusätzlich hilft

Ätherische Öle sind für mich der erste Schritt: natürlich, sanft und gut in den Alltag einzubauen. Aber ich möchte ehrlich mit dir sein. Sie senken die Wahrscheinlichkeit, dass Läuse überwandern. Eine 100-%-Garantie gibt es jedoch nicht.

Deshalb gehören zur Vorbeugung auch diese einfachen Maßnahmen:

  • Regelmäßig kontrollieren: In der Läusezeit einmal pro Woche die nassen Haare mit einem Nissenkamm Strähne für Strähne durchkämmen. So entdeckst du Läuse früh.
  • Eigene Sachen: Kamm, Bürste, Haargummis und Mütze nicht mit anderen Kindern teilen.
  • Haare zusammenbinden, vor allem bei langen Haaren.

Und wenn’s doch passiert? Entdeckst du Läuse oder Nissen am Kopf deines Kindes, ist Vorbeugung vorbei. Dann braucht es eine Behandlung und gründliches Auskämmen. Lass dich dazu in der Apotheke oder von deiner Kinderärztin beraten und informiere den Kindergarten oder die Schule. 

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Die Anwendungsempfehlungen ersetzen keinen Besuch beim Arzt. Krankheiten und gesundheitliche Beschwerden lasse bitte immer vom Arzt abklären.

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